Jede Gesellschaftsform regelt das „menschliche Miteinander“ durch verschiedene Umgangsformen und prägt mit diesen Regeln auch unsere innere Einstellung und unsere Überzeugung.

Diese Regeln bezeichnet man bei den meisten Budo Kampf-Sportarten als Etikette. Die Etikette ist ein zeremoniell festgelegtes Ritual das zur geistigen Vorbereitung und Konzentration auf das Training oder Wettkampf dient. Gleichzeitig regelt die Etikett auch die Gemeinschaft in unserem Sport und fördert ebenso die persönliche Entwicklung des Einzelnen.
Da diese Etikette von Verein zu Verein unterschiedlich war, wurde sie verbindlich für Bayern durch den Ju-Jutsu Verband Bayern einheitlich festgelegt.

 

Etikette des Ju-Jutsu Verband Bayern

 

Grundsätze

Höflichkeit, Demut und Respekt sind die Grundlage der Etikette und werden durch den Gruß (Rei) symbolisiert. Die Etikette ist im Ju-Jutsu nicht nur eine äußere Form, sondern eine innere Haltung und damit schließlich der Weg zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit.Die Werte des Budo und damit des Ju-Jutsu liegen neben dem Erlernen einer Vielzahl von Techniken auch in der strengen Etikette dieser Sportart begründet. Nur wenn Technik und Grundsätze der Etikette von der Gemeinschaft eines Dojos mit Leben erfüllt werden, können die Schüler des Ju-Jutsu den eigentlichen und wahren Wert des Budo erkennen.

Es ist die Aufgabe und Pflicht, im besonderen der hohen Danträger, dafür zu sorgen, dass auch in einem der heutigen Zeit angepassten, modernen Ju-Jutsu der wertvolle Geist des traditionellen Budo erhalten bleibt.

 

Kleiderordnung

 

Körperhygiene

 

Betreten des Dojo oder der Matte

 

Angrüßen vor und nach dem Training

 

Verneigen zum Lehrer (Meister oder Sensei): „Sensei ni rei“

 

Verneigen zum Partner „Otogai ni rei“

 

Verhalten auf der Matte

 

Verhalten in der Gürtelprüfung

Verlassen der Matte oder des Dojo

 

Loyalität gegenüber Meister, Dojo, Trainingskollegen, Verein und Verband